Songs der 70er Jahre.

I don´t like mondays – The Boomtown rats

Kauderwelsch-Englisch war meine erste Fremdsprache. Ich habe englische Lieder gehört und mitgesungen, lange bevor ich diese Sprache auch nur ansatzweise verstand – vermutlich ging das vielen von Euch ähnlich. Und so war ich dann doch irgendwann schockiert, als ich begriff, dass da z.B. einer davon sang, dass er einen Sheriff erschossen hatte. Das mit dem Deputy sei er nicht gewesen, singt er weiter, aber den Sheriff habe er abgeknallt. Heute sehe ich die Sache zwar wieder differenzierten – Notwehr und so – aber damals fand ich das schon ein bisschen schlimm.

Und mit I don´t like mondays ging es mir sehr ähnlich. Wie oft habe ich an diesen Song gedacht, wenn ich montags mal wieder in die Schule oder später zur Arbeit fuhr und mich im Geiste mit den Thema dieses Songs verbunden fühlte. Aber um was es in dem Lied eigentlich geht, kapierte ich tatsächlich erst vor ein paar Jahren: es handelt von nichts geringerem als einem der ersten Amokläufe eines jungen Menschen in Amerika – lange vor dem in der Columbine High School oder hier bei uns in Winnenden. Die Täterin war Brenda Ann Spencer, die zur Erklärung warum sie das getan habe die Antwort gab:  „I dont´t like mondays“.

Jetzt frage ich mich gerade, ob ich diesen Blogbeitrag überhaupt veröffentlichen soll. Denn entweder Ihr kanntet schon die Hintergründe, oder eben nicht und dann verderbe ich Euch vielleicht schon ein bisschen die Laune, wenn Ihr I don´t like mondays nächstes Mal in der entsprechenden Montag-Morgen-Stimmung hört…. (klick: „Enter“) …. zu spät 😉

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Country Roads – John Denver

Mit Countrymusik kann ich eigentlich ebenso wenig anfangen wie mit Jazz. Obwohl –  ich hatte als Jugendlicher mal meine Countryphase. Allerdings bezog sich diese nur auf eine Band und das war Truck Stop!

Aber Take me home Country Roads ist ein absoluter Klassiker. Man sollte den Song nicht zu früh am Abend spielen, er will einfach mitgesungen werden. Ich glaube, die meisten nehmen ihn gar nicht mehr unbedingt als Country-Song war. Er ist schon Teil unserer Kultur geworden. Vom Lagerfeuer bis zum Bierzelt – County Roads geht immer.

John Denver veröffentlichte Take me home Country Roads im Jahre 1971. Es gibt sehr viele Coverversionen und so richtig kam er mir eigentlich erst wieder 2001 ins Bewußtsein in der Version der Hermes House Band. Im Jahr davor wurde er, so steht es auf Wikipedia, zum Country-Song des Jahrhunderts gewählt. Spätestens da hätte ich ihn sowieso ins Programm aufnehmen müssen. Aber es ist bisher meine einziger Country-Song geblieben.

Wie findet Ihr Country roads? Welchen Country-Song sollte ich unbedingt auch spielen? Freue mich, wie immer, auf Euere Kommentare.

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City of New Orleans – Steve Goodman

Wem dieser Titel nichts sagt und schon gar nicht Steve Goodman, der ist wahrscheinlich in guter Gesellschaft. Aber gehört haben Ihn sicher die meisten schon, vermutlich jedoch eher in einer Cover-Version von John Denver, Johnny Cash oder Willie Nelson. Sie hatten alle mit diesem Titel mehr kommerziellen Erfolg als der Komponist Steve Goodman.

Und dann gab es auch eine Version in deutsch, die relativ erfolgreich wurde, und wegen der ich diesen Blogbeitrag überhaupt schreibe. Ich spiele den Song nämlich schon relativ lange und immer im ersten Teil des Abends als Hintergrundmusik zum Essen. Das „plätschert“ oft so nebenbei und ich rechne gar nicht damit, dass mein Publikum besonders aufmerksam zuhören. Doch irgendwann einmal fingen ein paar Gäste bei City of New Orleans an zu singen. Aber was sangen Sie da? Wann wird´s mal wieder richtig Sommer von Rudi Carell! Nach einer kurzen Irritation merkte ich, dass das ja wirklich passte. Wann wird´s mal wieder richtig Sommer ist eine Coverversion von City of New Orleans!

Seit dem singe ich immer den zweiten und dritten Refrain in der Rudi-Carell-Version und ernte manchmal belustigte Blicke 😉

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I will survive – Gloria Gaynor

I will survive. Einer der Disco-Klassiker der 70er Jahre. Eigentlich war der Song nur als B-Seite einer Single (Substitute) gedacht, wurde dann aber zum erfolgreichsten Titel in Gloria Gaynors Karriere.

Ich spiele den Titel schon ziemlich lange und immer wieder gerne. Manchmal ist er ein Testsong. Einer, der entweder spontan eine Gruppe von Gästen auf die Tanzfläche zieht, oder es würde in dem Moment keiner tanzen, egal was ich spiele.

Irgendwann fand ich heraus, dass man „I will survive“ auch mit der Akustikgitarre spielen kann. Und zwar ohne Rhytmusbegleitung im reduzierten Tempo. So etwas lässt das Publikum aufhorchen. Man kennt den Song zwar, weiß aber nicht woher…. spätestens beim Refrain natürlich schon!

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