Songs ab 2010.

Four Five Seconds – Rihanna

Es gibt einfach Songs, die hört man im Radio und merkt sofort, dass sie etwas besonderes sind. Bei Four Five Seconds war da vor allem Rihannas ganz besondere Stimme, die bei diesem Song im Vordergrund steht. Natürlich auch deshalb, weil sonst nicht viel zu hören ist: eine vor sich hin schrubbelnde Akustikgitarre, später noch ein Bass und in der Bridge eine Orgel – das war´s. Auch dieses simple Arrangement bewirkt, dass Four Five Seconds auffällt, wo sonst doch vieles, was man im Radio so hört, völlig „überproduziert“ klingt.

Ich war eigentlich kein Fan von Rihanna. Beyoncé, Shakira, Jennifer Lopez, Rihanna – das war für mich alles irgendwie austauschbar. War nicht so meine Musik. Mit ihrem Song Diamonds im Jahr 2012 fiel sie mir dann zum ersten mal auf, cooler Auftritt (glaube in Wetten dass…) und auch schon toll gesungen. Und nun eben Four Five Seconds – Rihanna! Doch halt … nicht nur sie. Da ist ja auch noch eine Männerstimme zu hören. Und dann noch im Video, das ist doch: Paul McCartney!! Was hat der denn mit Rihanna zu tun? Ganz einfach: er hat den Song mit geschrieben und produziert. Toll. Alleine die Tatsache, dass ein Mitglied der einflussreichsten Band aller Zeiten einen Song mit jemandem produziert, erhebt diesen schon in den Pop-Adel. Auch wenn die heutige junge Generation da sicher einen anderen Blick drauf hat. So schrieb jemand in die Kommentare zum Youtube-Video, wie nett es doch von Rihanna sei, dass sie diesen alten Herren in ihrem Video mitmachen ließe … 😉

Und Kayne West, der Sänger in diesem Song und ebenfalls Mit-Produzent? Der sagte mir bislang gar nichts. Vielleicht hat ja jemand Lust, etwas über ihn in den Kommentaren zu schreiben?! Andere Kommentare sind natürlich wie immer auch sehr willkommen.

Wake me up – Aloe Blacc (Avicii)

Der Song wurde geschrieben von Avicii – Respekt! Ich dachte lange, es sei wie so oft, dass irgend ein DJ/Dance-Producer sich einen schicken Song schnappt, einen 4/4-Beat darunter legt, einen simplen Synthesizer-Part dazu spielt und fertig ist der Welthit. Weit gefehlt (in diesem Fall) und daher – Respekt! Wobei ich auch sagen muss, dass es für mich diesen Beat und den Synthi nicht gebraucht hätte. Ich mag viel mehr die Acoustic-Version von Wake me up, und folglich spiele ich diesen Song genau so – nur mit Gitarre und meiner Stimme.

Nichts gegen Techno im Allgemeinen, ich liebe Techno, aber hier finde ich Melodie, Text und nicht zuletzt die Stimme von Aloe Blacc so toll, dass man es dabei hätte belassen sollen. Aber was hätte dann wiederum Avicii für eine Rolle übernehmemn sollen?! Er ist nun mal Dance-Produzent und wollte ja aus der Nummer einen eigenen Erfolg machen…. mh, also doch die 808 angeschmissen –  1,2,3,4 – ready –  go….!

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An Tagen wie diesen – Die Toten Hosen

Ein Kriterium, den ein Song erfüllen muss, um in mein Repertoire aufgenommen zu werden ist, dass ich glaube, mein Publikum mag ihn auch noch in einigen Jahren. Dass er gar das Zeug zu einem echten Klassiker hat, wie Westerland von den Ärzten, oder Willenlos von Westernhagen. Als ich An Tagen wie diesen zum ersten Mal im Autoradio hörte, ahnte ich schon, dass ich diesen Song früher oder später ins Programm aufnehmen würde. Nun ist es soweit – Text gelernt, Akkorde rausgehört – mein jüngster Neuzugang kommt von den Toten Hosen! Übrigens mein erster Song der Düsseldorfer Kapelle.

Ich mag dieses Lied! Ok, man kann auch der Meinung sein, es sei ein bisschen dick aufgetragen, aber egal. Jung sein, Party machen, Freunde haben, nicht um das Morgen kümmern und sich bewusst sein, dass dieser Moment zu den besten des Lebens gehören wird. Wow, was will man mehr! Das ist der Stoff aus dem sentimentale Erinnerungen gestrickt sind, wenn die Zeit der Unbeschwertheit und Jugend längst vorbei ist.

Musikalisch gefällt mir sehr die Gitarre in den ruhigen Parts (zum Beispiel ganz am Anfang) mit dem Delay-Effekt. Weglassen können hätte man dagegen das eintönige Gegröle des „Background-Chores“ im Refrain. Aber was soll´s – sind halt „die Hosen“!

Ich kann noch gar nichts über Live-Erfahrungen berichten. Das Lied ist für mich so neu, dass ich es tatsächlich noch nie bei einer Veranstaltung gespielt habe. Nach dem kommenden Wochenende werde ich schlauer sein, da spiele ich Samstag und Sonntag (Pfingsten!) auf zwei Hochzeiten, und werde An Tagen wie diesen bestimmt zu Gehör bringen. Allerdings im Moment erst mal als Akustikversion, wahrscheinlich gegen Ende des Programms. Hoffe, er wird seine Wirkung nicht verfehlen.

Wie gefällt Euch An Tagen wie diesen? Sollte ich noch andere Songs von den Toten Hosen spielen? Oder ist die Zeit dieser Alt-Punker einfach vorbei?

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