Boys of Summer gehört für mich inzwischen zu den absoluten 80er Kulthits. Die Synthesizer und Drumcomputer, mit denen der Song produziert wurde, klingen zwar typisch 80er Jahre. Und das sind leider keine Sounds für die Ewigkeit, irgendwie steril und aus heutiger Sicht billig. Aber der Song an sich hat was. Vor allem der Instrumentalteil zwischen den Strophen hat Wiedererkennungswert, obwohl er relativ einfach gestrickt ist. Inhaltlich geht es um kein besonderes Thema: die Erinnerung an eine verlorene Liebe. Dabei ist nicht er einer dieser Boys of Summer, sondern das sind all die anderen, die längst schon wieder weg sind während er sie immer noch liebt.

Und wer ist er? Don Henley! Das er früher mal in einer Band namens Eagles als Schlagzeuger spielte, hatte für mich in den 80er Jahren keine Bedeutung. Die Eagles waren Geschichte, aber noch kein Kult – zumindest für mich damals als Teenager. Also war Don Henley für mich immer ein Solokünstler, der ja auch noch andere Hits hatte, wie The end of the innocence.

Irgendwann kam es zur Wiedervereinigung der Eagles und das Livealbum Hell freezes over gehört zu meinen Lieblingsplatten. Vor allem die Unplugged-Versionen einiger Songs, wie z.B. Hotel California, sind grandios. Und damit schließt sich wieder der Bogen zu Boys of Summer. Das spiele ich nämlich ebenfalls unplugged.