Die Akustikgitarre

 

Matthias Reinelt spielt eine Furch D 33 SR Vintage. Diese Akustikgitarre hat eine sogenannte Dreadnought Bauform, der Gitarren-Klassiker überhaupt. Im Vergleich zu anderen hat sie einen relativ lauten Ton mit sattem Bassfundament. Mit ihr kann man wunderbar strummen, also volle Akkorde spielen. Fingerpicking (Zupfen) geht natürlich auch.

Auf älteren Fotos sieht man Matthias noch mit seiner Tanglewood. Diese Akustikgitarre hat einen kleineren Korpus und war im Prinzip für Auftritte völlig ausreichend, da sie natürlich auch über ein eingebautes Tonabnehmersystem verstärkt wurde. Die Furch Dreadnought ist jedoch eine Gitarre, die auch rein akustisch gut und laut klingt. Zum einen für Aufnahmen – die macht man immer mit Mikrofon, nicht über den Tonabnehmer. Daher ist der rein akustische Ton entscheidend. Zum anderen gibt es Situationen, in denen Matthias komplett unverstärkt spielt. Beispielsweise bei einer Geburtstagsfeier in einer Wohnung mit ca 20 Gästen, bei der hauptsächlich Hintergrundmusik gefragt ist. Oder wenn die Anlage eigentlich drinnen aufgebaut ist, er aber kurz zum Sektempfang draußen eine halbe Stunde spielen soll. In solchen Fällen ist er nun besser gerüstet mit seiner Akustikgitarre von Furch.

 

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Furch ist eine tschechische Firma. Frantisek Furch baut dort seit 1981 seine Gitarren. Inzwischen gibt es die Akustikgitarren auch unter den Namen Stanford und Stonebridge, um sie international besser vermarkten zu können. Doch es hat was, das Orignial zu spielen.

Als Pickup-System (Tonabnehmer) verwendet Matthias das imix-System von L.R. Baggs. Es gewinnt den Ton aus zwei verschiedenen Tonabnehmern, die man über einen Regler mischen kann.

Die Gitarren-Hölzer

Die Furch D 33 SR hat einen Palisander-Korpus. Nur die Decke ist aus Fichtenholz. Das ist eine weit verbreitete Holz-Kombination. Auf der Tanglewood war eine Mahagoni-Decke. Diese hat einen wärmeren Klang als die Fichtendecke. Aber dadurch auch weniger Brillianz und Durchsetzungskraft im Raum.

Also Fichte sollte es sein. Das „Vintage“ bedeutet in diesem Fall, dass die Decke künstlich gealtert ist. Fichte hat eigentlich eine hellere Tönung, wird aber mit den Jahren dunkel.

In den unteren Preisklassen sind die Hölzer auch manchmal aus Sperrholz und haben eine laminierte Decke, bzw. Korpus. Die D 33 ist Vollmassiv. Trotzdem ist diese Akustikgitarre preislich eher in der unteren Mittelklasse anzusiedeln. Man kann unglaublich viel Geld ausgeben für akustische Gitarren, 3000-4000 Euro sind da noch nicht die Obergrenze. Aber solche Gitarren würde man nicht gerade mit auf Konzerte nehmen. Und das ist schade. Denn Gitarren, wie auch alle Streichinstrumente, sollten gespielt werden. Dann klingen sie mit den Jahren immer besser.

Die Gitarrensaiten

Sie spielen eine weitere Rolle beim Klang der Gitarre. Es gibt verschiedene Materialien, sowie unbeschichtete und beschichtete Saiten. Letztere halten länger, sind aber auch teurer.

Und schließlich spielt die Dicke der Saite auch eine Rolle. Dickere Saiten klingen voller und besser, gerade auf einer Dreadnought. Jedoch sind sie auch schwerer zu spielen. Man muss mehr Kraft aufwenden, sie herunter zu drücken. Und da der Alleinunterhalter ja oft viele Stunden spielt, muss er diesbezüglich Kompromisse machen.